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Diepholzer Gans

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Die Diepholzer Gans ist eine schneeweisse, mittelgrosse, rundliche Landgans mit einem orangefarbenen Schnabel und rötlichen Füssen. Sie hat ein munteres Wesen und legt pro Jahr zwischen 35 und 50 weisse Eier; hauptsächlich in der Zeit zwischen Oktober und Mai. Die Diepholzer Gans bewahrte einen starken Bruttrieb, so dass es keine Seltenheit ist, dass Züchter zwei Mal pro Jahr das Wunder der Naturbrut miterleben. Die Eltern sind ausgezeichnete Führer ihrer Gössel. Die Diepholzer Gans zieht ihre Betrachter mit ihren freundlichen Gesichtszügen und den klaren blauen Augen in ihren Bann. Sie ist eine genügsame und robuste Weidegans, die im Gelände gut zu Fuss ist. Zur artgerechten Haltung gehört aber auf jeden Fall eine Schwimmmöglichkeit. Diese Rasse gehört zu den leichten Landgänsen und vermehrt sich problemlos. Die Tiere sind mit 6 bis 8 Monaten äusserst frühreif und brüten 30 Tage lang. Die Diepholzer Gans wurde auf mannigfache Weise genutzt; so dienten ihre Federn als Schreibkiele, ihre Daunen zum Stopfen von Kissen und ihr Fleisch als Weihnachtsbraten. Ein besonderes Kennzeichen ist ihre hervorragende Fleischfülle in den wertvollen Teilstücken Brust und Keule. Sie ist eine Magergans und liefert fettarmes, muskelreiches, festes und zugleich zartes Fleisch.

Die Ganter wiegen ca. 7 kg, die Gänse ca. 5.5 kg.

Herkunft und Entwicklung

Die Diepholzer Gans stammt aus der Grafschaft Diepholz im Norden Deutschlands, wo sie einst in grossen Herden gehalten wurde. Sie wird seit über hundert Jahren gezüchtet und ist eine der wenigen noch existierenden Landgänserassen. Aufgrund ihrer extensiven Haltung auf Bruchweiden (Wiesenmooren) entwickelte die Diepholzer Gans ihre Widerstandskraft und legendäre Futterdankbarkeit. Ab und zu gesellten sich wild lebende Graugänse zu den Diepholzer Gänsen. Durch solche Paarungen wurde die bereits durch die verschiedenen Futter- und Witterungsverhältnisse entwickelte Robustheit der Diepholzer Gans nochmals gestärkt. 1925 wurde die Diepholzer Gans als Rasse anerkannt. Mit nachlassender Nachfrage nach Schreibfederkielen, Daunenfedern und Gänsefleisch geriet die edle Rasse in Vergessenheit und die grossen Herden verschwanden.

Heutige Verbreitung

Die Diepholzer Gans ist hauptsächlich in der Deutschschweiz und in Deutschland anzutreffen. Sie wird praktisch nur noch in kleinen Herden gehalten.

Bestandesentwicklung

- leicht steigend

Nutzung

- Eier
- Fleisch

Zuchtziele

- Hohe Widerstandskraft
- Ausgezeichnete Mastfähigkeit
- Grosse Futterdankbarkeit


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