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Pommernente

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Die Pommernente ist einer der letzten Vertreter des Landenten-Typs in Europa, was an ihrem langen, breiten und tiefen Körper und der waagrechten Haltung erkennbar ist. Charakteristisch für die zutraulichen Enten ist ihr auffälliger, weisser Brustlatz, der die Züchter immer wieder herausfordert, soll er doch gut gezeichnet mit klarer Grenzlinie auf der Brust der Enten prangen. Es gibt zwei Farbschläge: schwarz mit grünem Glanz und blau (grau).
Die Legeleistung der Pommernente ist erstaunlich: über 150 Eier im Jahr sind durchaus möglich, wobei die Eier ca. 70 g schwer sind. Sogar mehrjährige Enten bringen noch gute Leistungen und ziehen kurz vor Mauserbeginn im Sommer oft noch zuverlässig eine Brut auf. Trotz ihrer Grösse wirken sie nicht plump. Diese sehr leise schnatternden Enten sind unermüdliche Schneckensucher und sehr wirtschaftlich. Die Jungenten sind ausgesprochen wetterhart. Sie wachsen schnell heran und befiedern sich rasch, nach nur 4-5 Monaten sind sie ausgewachsen. Das optimale Schlachtalter liegt bei 5-6 Monaten, auch weil zu diesem Zeitpunkt die Mauser das Rupfen der Tiere erleichtert. Das Fleisch gilt unter Kennern als Delikatesse. Trotz dieser Vorzüge gibt es in der Schweiz und in Deutschland nur noch wenige Züchter, die sich dieser attraktiven Rasse gezielt annehmen. Wie bei den meisten Enten lassen sich auch hier Männchen und Weibchen gut unterscheiden: Der Erpel hat einen helleren, olivgrünen Schnabel und eine Schwanzlocke, während der Schnabel des Weibchens eine dunklere, schiefergraue bis schwarz Färbung zeigt. Die "Bohne", die Schnabelspitze, ist bei beiden Geschlechtern schwarz.

Die Erpel wiegen ca. 3 kg, die Enten zwischen 2.3 und 2.7 kg.

Herkunft und Entwicklung

Noch Anfang des 19. Jahrhunderts war Schweden eine Grossmacht in Europa zu der auch die Region Pommern gehörte. Dort gab es zu jener Zeit Enten mit einem Latz, die so genannten Schwedenenten. Noch vor einigen Jahrzehnten gab es in Schweden viele dieser Enten, allerdings in einem viel kleineren Format. Sie lieferten nicht nur feines Tafelfleisch, sondern waren auch sehr gute Legerinnen, was ihnen den Ruf als ausgezeichnetes Wirtschaftsgeflügel einbrachte. Inzwischen entwickelte sich aus der Schwedenente die Pommernente. Sie stammt aus verschiedenen Ländern Europas und wurden nach dem Hauptzuchtgebiet Pommern benannt.

Heutige Verbreitung

Seit 1920 werden Pommernenten nebst in ihrer Heimat Deutschland auch in der Schweiz gezüchtet. Die Bestände sind noch immer klein.

Bestandesentwicklung

- steigend

Nutzung

- Eier
- Fleisch

Zuchtziele

- Form & Zeichnung
- Gute Wirtschaftlichkeit (Eier und Fleisch)


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